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Liebe Freunde,

seit Eröffnung dieser Seite ist jetzt etwas mehr als ein Jahr verstrichen, und lebensverändernde Dinge sind innerhalb dieses Jahres passiert.
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Am 31.08.2010 erblickte Marie's und mein Sohn Leonard das Licht dieser Welt und alles ist anders.

Der kleine Mann ist ganz sicher das Zentrum des Universums und verlangt mit seinem Elan und seiner freudigen Neugier Marie's und meine volle Aufmerksamkeit, dazu einen Umzug von Düsseldorf nach Wuppertal und ist der schönste Grund, keine Zeit für andere Dinge zu haben.

Trotz der bemessenen und von mir bewusst „gestohlenen“ Zeit blieb doch noch Platz für einige schöne und inspirierende musikalische Aufgaben in 2010/2011.

Ende 2010

leo-1-klein1Im Herbst 2010 spielte ich mit dem Trio  HLT auf dem Jazzfestival in Genk, Belgien. Dort konnte ich Carla Bley die Aufnahme ihres Marimba-Stückes „over there“  überreichen, , dessen Noten Sie mir anlässlich meiner Mitwirkung einer Aufführung ihrer Komposition ¾  mit Steve Swallow , Uri Caine und Thomas Alkier  in der Essener Philharmonie  zugesandt hatte. (zu hören in der Rubrik „Hausmusik – solo“ ). Die Einrichtung der Stimme (insbesondere der versch.Wirbel) war eine sehr anspruchsvolle und interessante Arbeit.

Mit dem Trio HLT um den Aachener Saxophonisten Heribert Leuchter spielten wir auch auf dem MeccJazz  2010 in Maastricht, einem Festival, das es mit dem renommierten North Sea Jazz Festival aufnehmen möchte und in Größe und Auswahl der acts auch dort rangiert.

Die in 2010 erschiene Live CD „two above the open sea“ meines Kollegen Philipp van Endert und mir bekam durchgehend gute Kritiken, Spiegel online schrieb von „einem wunderbar durchsichtigen Klang“, was für mich eine Stärke des Duos wunderbar auf den Punkt bringt.

 
Anfang 2011

Das Jahr begann mit einer Schultour der Band meiner langjährigen Kollegin Alexandra Naumann (siehe Projekte - Kollegen) und der Band „Lunatic„ für die Kölner Philharmonie. Neben meinen eigenen Kinderprojekten für die Düsseldorfer Symphoniker (Kulturrucksack), die Bochumer Symphoniker (der kleine Prinz)  diversen Kompositionen für Kindertheaterstücke (Schauspielhaus Düsseldorf) und unzähligen Kinder-Projekten in den letzten 20 Jahren war dieses etwas wirklich Neues:  mein Sohn war im Publikum und mir als „Zielgruppe“ eine große Hilfe. Toll war das :-) .

Bei Kinderprojekten hatte ich auch immer mal wieder dem umtriebigen Essener Victor Seroneit ausgeholfen, der mir mit seinem Plakatkunsthof und der Stadt Essen seinerzeit  den Jazzpott 2002 verliehen hatte, und der jetzt ganz überraschend für alle am 23.7.2011 mit 64 Jahren verstorben ist. Victor Seroneit war neben seinem Beruf (Ingenieursbüro), dem Plakatkunsthof, dem Jazzpott, dem Projekt „Kinder sind der Rhythmus dieser Welt“ und seiner überregional bekannten Talkrunde auch noch vital beteiligt gewesen am Gross-Projekt Ruhr2010.  Hinter dem hartnäckigen Werben für seine Sachen sah man erst auf den zweiten Blick einen beeindruckend bescheidenen Mann, ...den ich vermissen werde.

Eine ganz eigene Art von Gesang findet in der Band der Sängerin Esther Berlansky statt, mit der Oliver Rehmann (dr), Andre Nendza (b) und ich im Februar eine CD aufnahmen, die dann im Juni in der alten Post Neuss präsentiert wurde. Die Band tourt mit dem Programm (esther-berlansky.de), und die spannenden Songs mit ungarischen Folklore-Wurzeln bieten ganz eigene Möglichkeiten für die Musik in den Konzerten.

Nach unserem Umzug nach Wuppertal im Frühjahr komponierte ich für das polnische Atom string Quartett, den Malletkollegen Rupert Stamm und mich für die Eröffnung der Hildener Jazztage. Das Konzert war eine einmalige, tolle Sache und konnte selbst den letzten Skeptiker ob der Besetzung im Laufe der Musik  überzeugen. …..Hoffentlich bald auf youtube zu sehen.

In Hilden ging dann die Saison auch zu Ende mit einem von Axel Fischbacher ins Leben gerufenen internationalen jazz-workshop (summerjazz hilden), den ich nur jedem Jazz-Interessierten ans Herz legen kann: die Dozenten, die Räumlichkeit, die Stimmung und die konzentrierte Arbeit sind wirklich grossartig. Ich freu mich schon, im nächsten Sommer wieder dabei zu sein.

Wie Ihr seht, passieren in  meiner selbstverordneten Baby-Pause, die sicher noch in der folgenden Saison andauert, also trotzdem sehr spannende Dinge. Neben in Planung befindlichen Projekten wie dem Relaunch meines 4tetts „HAUS“, einem Kinderprojekt mit der Kölner Philharmonie oder diversen Kompositionsaufträgen findet ihr die zur Zeit sporadischen Termine in der Rubrik „Dates“.

Wir hören uns im Konzert, bis dahin herzlichen Dank für euer Interesse,

Mathias Haus

p.s. :    leider ist durch einen Herstellerfehler im software-update die Transparenz und auch manchmal die Farbe der Navis beeinträchtigt. Das wird so schnell wie möglich behoben.